Armin Höfl und Alexandra Hauser neue Staatsmeister im Vertical, Paul Verbnjak schnellster Cadet

Am Freitag, 02.03.2018, fanden auf der Wurzeralm im Rahmen des Warscheneck-Extreme die Staatsmeisterschaften im Vertical statt. Ein kleines, aber feines Starterfeld hatte sich für 740 Höhenmeter auf exakt 3,34 km eingefunden. Die Strecke war sehr gelungen, von wellig und flach bis sehr steil und rutschig, daher abwechslungsreich und fordernd für alle!

Es bildete sich wenig überraschend schnell eine Spitzengruppe, die immer kleiner wurde. Vor dem letzten Schlussanstieg, nach ca. 500 HM von 740 insgesamt, lag Christian Hoffmann in Führung vor Armin Höfl, im Hintergrund sieht man den Kampf um Platz 3 zwischen Alex Brandner und Dani Zugg sowie das Licht ganz hinten gehört Max Kurz. Armin konnte sich aber noch an Hoffi herankämpfen und in überholen und sicherte sich der Steirer mit einer Zeit von 28:11 seinen ersten Staatsmeistertitel!

Bei den Damen lag zu diesem Zeitpunkt Alexandra Hauser in Führung, allerdings nur knapp gefolgt von Sarah Dreier, die man hier an der hellsten Stirnlampe im Hintergrund erkennen kann. Alex ließ sich aber nicht mehr einholen und war mit 35:01 die schnellste Dame des Tages und auch sie sicherte sich somit ihren ersten Staatsmeistertitel.

Die junge Tirolerin hatte im Ziel exakt 13 Sekunden Vorsprung auf Sarah Dreier sowie 1:24 Minuten auf Susanne Mair, die sich Bronze sichern konnte. Alex wird übrigens die einzige Staatsmeisterin des Jahres sein, weil aufgrund zu weniger Teilnehmerzahlen in den Vorjahren dürfen in den Disziplinen Sprint und Individual bei den Damen keine Staatsmeistertitel vergeben werden, sondern „nur“ Österreichische Meistertitel.

Sarah Dreier versuchte zwar am Ende noch, Alex einzuholen, doch Insider wissen, dass selbst wenige Sekunden oder Meter bei einem Vertical einfach nicht so leicht aufzuholen sind. Sie freute sich aber auch über Silber sehr, denn vor einem Jahr war Sarah eigentlich nur im Pinzgau als starke Athletin bekannt, jetzt kennen wir sie österreichweit!

Bei den Cadets feierte Paul Verbnjak (31:40, Gesamt-10.) einen ungefährdeten Start-Ziel-Sieg. Sehr zur Freude seiner betreuenden Mutter (Hintergrund), vielleicht nicht so zur Freude der steirischen Armada hinter ihm, angeführt von Nils Oberauer (2., 33:06) sowie noch Julian Tritscher (3., 35:01) und Yannick Tritscher. Die Cadets-Klasse ist derzeit sehr stark besetzt, was man auch daran sieht, dass der schnellste Junior (Christian Seidl, 34:11) bei den jüngeren Kollegen „nur“ Bronze gewonnen hätte. Man darf sich somit zurecht auf die Zukunft des österreichischen Skibergsteigens freuen.

Die erste Zielankunft des Tages gehörte Lukas Simoner vom SC Gröbming, der die Schüler-Klasse vor Marcel Mader (Erpfendorf) für sich entscheiden konnte.

Bei den Schülerinnen gab es bis zum Ende einen Zweikampf zwischen der Kärntnerin Nele Kurz (hier noch an zweiter Stelle) und der Salzburgerin Linda Hehenwarter. Der Sieg ging aber schlussendlich an die junge Kärnterin.

Einen harten Kampf gab es bei den Seniors um Bronze. Der Salzburger Alex Brandner fightete bis zum Schluss und konnte Dani Zugg am Ende noch überholen. Das Podium der Herren lag schlussendlich innerhalb von 30 Sekunden, Blech ging leider an den Vorarlberger Dani Zugg mit nur 4 Sekunden Rückstand.

Eine weitere Bronzemedaille für Salzburg holte Markus Stock, der sich dieses Mal allerdings Niklas Kröhn (Kärnten, Gesamt-7.) und Gerhard Tritscher (Stmk) geschlagen geben musste.

Fast in den Podiumskampf eingreifen konnten die jungen aufstrebenden Salzburger. Max Kurz erreichte den 5. Gesamtrang mit tollen 29:34, und

Sebastian Kurz vom SC Wagrain blieb auch nur wenige Sekunden hinter seinem Salzburger Kollegen.

Auch am Start war Vize-Referatsleiter Peter Gruber, der zwar offiziell den letzten Rang in der ÖM-Klasse der Seniors belegte, doch wenn man alle ohne ÖSV-Nummer gestarteten Athleten berücksichtigt, kamen dann doch noch 20 andere Athleten später ins Ziel. Wäre allerdings nicht sehr tragisch gewesen, denn Peter war vor allem dabei, um sich die Organisation des Rennen anzuschauen und die Medaillen zu übergeben. Außerdem war er der einzige, der bei dem Fotopoint ein Lächeln für die Fotografin Helga Koller parat hatte.

 Ergebnisliste