ISMF-EM: Alexandra Hauser ist Vize-Europameisterin im Vertical, Armin Höfl in den Top-10 beim Individual

Alexandra Hauser ist Vize-Europameisterin im Vertical

Die junge Tirolerin Alexandra Hauser hat beim Abschlussbewerb in der Vertical-Disziplin bei der Europameisterschaft der Skibergsteiger auf Sizilien den zweiten Platz in der Espoir-Wertung erreicht. Hauser hat somit ihr Potential in ihrer Lieblingsdisziplin erneut bestätigt und darf sich mit nur 1 Minute und 46 Rückstand über die Silbermedaille freuen. Dies ist für die Krankenschwester aus St. Johann das beste Ergebnis bei einem Großereignis in ihrer erst zweijährigen Sportkarriere. Die amtierende Weltmeisterin Andrea Mayr (Oberösterreich) hatte leider Materialprobleme bei Start, die Bindung öffnete sich zwei Mal, mit etwa 30 Sekunden Rückstand musste sie das gesamte Feld von hinten aufrollen. Diese Aufholjagd kostete sehr viel Energie weshalb letztendlich nur mehr der zwölfte Rang in der Gesamtwertung möglich war.

Nicht optimal lief es für die Herren: Jakob Herrmann (Salzburg) war von Beginn an in der Führungsgruppe mit dabei, musste aber etwa 100 Höhenmeter vor dem Ziel das Tempo drosseln und überlieft auf dem 18. Platz die Ziellinie. Als bester Österreicher klassierte sich Christian Hoffmann (Oberösterreich), der auf den Sieger Kilian Jornet (Spanien) 1 Minute und 43 Sekunden Rückstand hatte. Der Vorarlberger Daniel Zugg klassierte sich auf Rang 27 und Armin Höfl (Steiermark) musste aufgrund gesundheitlicher Probleme das Rennen aufgeben.

Mit Paul Verbnjak (Kärnten) konnte sich der Nachwuchs erneut in den Top 10 bei den Cadeten platzieren. Aufgrund gesundheitlicher Probleme konnte Verbnjak nicht seine Bestleistung abrufen, eine herbe Enttäuschung nach dem Sturz auf Rang drei liegend im Individual vom Vortag. Weiters klassierte sich Nils Oberauer (Steiermark) auf Rang 14 und Andreas Mayr (Tirol) auf Rang 17. Die Nachwuchsathletin Emma Venier (Vorarlberg) finishte auf Rang 10 in der Klasse der weiblichen Cadetinnen.

EM: Höfl holt im Individual Rang zehn

Mit etwas mehr Glück bei den Wechseln wäre sogar noch mehr möglich gewesen, der Nationalkaderathlet ist mit seiner Leistung aber mehr als zufrieden. Im 59-Mann-starken Teilnehmerfeld haben auch die weiteren Österreicher gut abgeschnitten. Der Vorarlberger HSZ-Athlet Daniel Zugg erreichte Rang 22 und der Salzburger Alexander Brandner klassierte sich auf Rang 35.

Christan Hoffmann (OÖ) musste wegen gesundheitlichen Problemen das Rennen im dritten Aufstieg abbrechen. Pech hatte der Top-5-Kandidat Jakob Herrmann (S), der aufgrund der kurzfristigen Startverschiebung und der unklaren Startinformationen seitens der Veranstalter den Start versäumte. Umso mehr sind nun die Österreichischen Skibergsteiger motiviert, beim Vertical nochmal ihre Bestleistung abzurufen und erneut in den Top-10 zu landen!

Bei ihrem Wiedereinstieg in die Weltcupszene lieferte die Salzburgerin Michaela Essl eine gute Leistung ab. Mit dem 16. Platz im stark besetzten Damenfeld ist die Polizeikaderathletin sehr zufrieden. Die Tirolerin Alexandra Hauser verzichtete auf einen Start beim Individual und konzentriert sich voll auf das Vertical-Rennen. Bei diesem Bewerb will auch die amtierende Weltmeisterin Andrea Mayr voll angreifen und trotz einer Fußverletzung ihren nächsten internationalen Titel im Skibergsteigen holen.

Nachwuchsathleten lieferten Talentprobe ab
Das vier Personen starke Team der Cadeten lieferte durchwegs erfreuliche Leistungen ab, welche für die weitere Zukunft sehr positiv stimmen. Mann des Tages war der Steirer Nils Oberauer, der sich mit einem neunten Platz bei seinem ersten internationalen Start bestens in Szene setzte. Nur zwei Plätze dahinter klassierte sich der Tiroler Andreas Mayr, der ebenfalls eine Talentprobe ablieferte.

Pech hatte der stark eingeschätzte Kärntner Paul Verbnjak, der leider bei der ersten Abfahrt an dritter Stelle liegend einen schweren Sturz hatte und das Hauptfeld an sich vorbeiziehen lassen musste. Die junge Vorarlbergerin Emma Venier stellte sich tapfer der Herausforderung einer sehr selektiven Streckenführung und beendete das Rennen an neunter Stelle.

Alle Fotos: Willi Seebacher, Text: Mag. Josef Gruber, sportlicher Leiter ÖSV, josef.gruber@oesv.at