ISMF-Weltcup: Herrmann erreichte erneut ein Top-Ergebnis

Der zweite Individual-Bewerb der Skibergsteiger hat am Donnerstag, den 8. Februar, nahe der französisch-italienischen Grenze in Puy-Saint-Vincent stattgefunden. Aus österreichischer Sicht konnten sich dabei vor allem die Herren mit geringen Abständen zu der Weltspitze gut in Szene setzen.

Jakob Herrmann erlief mit Platz 10 erneut ein Top-Ergebnis für die ÖSV-Skibergsteiger ab, Armin Höfl durfte trotz „schlechter Beine“ mit einem 18. Rang zufrieden sein. Bei den Damen erkämpfte Johanna Erhart einen siebenten Platz in der Espoir-Wertung!

Skibergsteigen vom Feinsten unter perfekten Bedingungen!
Wohl noch nie war die Konkurrenz so stark wie bei diesem Individual. Aber nicht nur das Starterfeld präsentierte sich von der besten Seite, auch das Gelände rund um den Skiort Puy-Saint-Vincent bot mit Sonnenschein und perfekten Schneeverhältnissen Skibergsport der Extraklasse.

Erstmals gemeinsam aus der ersten Startreihe startend, nahmen die beiden Österreicher das über 1.800 Höhenmeter und etwa 15 Kilometer lange Individual in Angriff. Gleich im ersten Pistenanstieg mussten die beiden die Weltelite jedoch ziehen lassen, das Anfangstempo war enorm hoch. Die insgesamt sechs Abfahrten waren extrem steil und technisch anspruchsvoll, dies kommt den Athleten der Nationalmannschaft entgegen und so konnten sie immer wieder Plätze gutmachen.

An der Spitze kristallisierte sich ein harter Kampf um den Tagessieg zwischen den Athleten der italienischen Nationalmannschaft und dem wieder in den Weltcup eingestiegenen Kilian Jornet ab. Der Spanier fuhr jedoch die Abfahrten nicht so aggressiv wie die Italiener, da er nach seiner Schulteroperation nicht alles riskieren wollte.

Letztendlich gewann Robert Antonioli (ITA), der souverän sowohl in den Abfahrten und Aufstiegen dominierte, vor seinem Teamkollegen Michele Boscacci (ITA) und dem im Rennverlauf immer stärker werdenden Xavier Gachet (FRA). Platz 4 und 5 ging an die beiden Salomon-Athleten Kilian Jornet Burgada (ESP) und Davide Magnini (ITA).

Der Salzburger Jakob Herrmann verteidigte seine Position im Rennverlauf nach der zweiten Abfahrt und erbrachte nach Rang 10 in der Schweiz nun erneut mit dem 10. Platz ein Top-Ergebnis. Mit nur 2,5 Minuten Rückstand auf den Sieger kann der Werfenwenger mehr als zufrieden sein.

Armin Höfl im Individual Bewerb.

Im letzten Anstieg musste Armin Höfl (Steiermark) wegen Materialproblemen leider zwei Athleten passieren lassen. Der Steirer kam während des ganzen Rennens nie richtig „in Fahrt“. Aufgrund dieser Umstände kann Höfl mit dem Ergebnis mehr als zufrieden sein und zuversichtlich auf die nächsten Rennen blicken!

Erhart Siebente in der Espoir-Klasse!
Die Damen hatten eine Distanz von etwa 12 Kilometern zu bewältigen, dabei mussten 1.500 Höhenmeter überwunden werden. Trotz Prüfungsstress an der Universität und fehlender Trainingsumfänge bewies die Steirerin Johanna Erhart, dass sie weiter ganz vorne mitmischen kann. Erst in den letzten Anstiegen machte sich die fehlende Ausdauer in den Anstiegen und Routine in den Abfahrten bemerkbar. Schließlich ist der 7. Platz ein gutes Zeichen für den Formanstieg, was die junge Jus-Studentin für die Europameisterschaft Ende Februar hoffen lässt. Verena Streitberger (Salzburg) beendete das Rennen auf Rang 27.

Ein neues Siegergesicht gab es durch Axelle Mollaret (FRA), die die Seriensiegerin Laetitia Roux (FRA) mit Respektabstand von mehreren Minuten auf Rang 2 verweisen konnte. Der dritte Rang ging an die Espoir-Klassensiegerin Alba de Silvestro (ITA).

Verena Streitberger landete auf Rang 27.

(Text: Josef Gruber, ÖSV-Koordinator Skibergsteigen, alle Fotos: Willi Seebacher, ÖSV)